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Zunehmende Flächenversiegelung, Verlust von Naturzonen und intensive Landwirtschaft unter dem Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln haben in den vergangenen rund 35 Jahren dazu geführt, dass die Anzahl an Insekten und Vögeln in Europa stark zurückgegangen ist. Dadurch hat vor allem auch die Vielfalt der heimischen Vogelarten gelitten, die es aufgrund des Insektensterbens immer schwerer haben, Nahrung zu finden. Vogelarten, bei denen hauptsächlich Insekten auf dem Speiseplan stehen, sind unter anderem Bachstelze, Blaumeise, Dorngrasmücke, Gartenbaumläufer, Rotkehlchen.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, lassen sich auch im eigenen Garten zahlreiche Maßnahmen umsetzen, die ihn Vogel-freundlicher machen. Dazu braucht es nicht zwangsläufig einen wilden Biogarten – um Vögeln und Insekten ein attraktives Zuhause zu bieten, reicht bereits ein kleiner Garten aus, wenn man ihn entsprechend gestaltet. Dabei kann auch ein Gartenzaun als Lebensraum bzw. Unterschlupf dienen. Was für Möglichkeiten gibt es diesbezüglich und was sollte man in diesem Zusammenhang berücksichtigen?
Hecken und Natursteinmauern sind sehr ursprüngliche Lebensräume für zahlreiche Tierarten und Insekten und bieten ihnen auch ohne menschliches Eingreifen ein Zuhause. Nicht jeder ist aber an einer sogenannten lebenden Grundstücksgrenze interessiert, da diese in der Regel auch Aufwand erfordert, da eine Hecke regelmäßig beschnitten werden muss. Auch der persönliche Geschmack, ein erhöhter Anspruch an Sicherheit oder um zu verhindern, dass Hunde oder andere Tiere die Grundstücksgrenzen verlassen, können Gründe dafür sein, dass sich Gartenbesitzer für einen Zaun zur Einfriedung ihres Gartens entscheiden. Gartenzäune lassen sich allerdings auch so gestalten, dass Vögel und Insekten hier einen Unterschlupf finden können.
Auch wenn Holz die ursprünglichste Zaunart darstellt, ist ein Holzzaun kein Muss für einen Vogel-freundlichen Zaun. Wer lieber auf langlebigere Materialien wie Metall oder Kunststoff setzt, sollte allerdings darauf achten, dass der Zaun keine scharfen Kanten aufweist, an denen sich Vögel möglicherweise verletzen können. Abgerundete Oberflächen, wie etwa bei Doppelstabmatten, eignen sich ideal und bieten darüber hinaus die Möglichkeit, Kletterpflanzen oder Rankpflanzen in den Zaun zu integrieren, wodurch Vögeln ein natürlicher Unterschlupf sowie Nistmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Dazu eignen sich unter anderem folgende Pflanzen:
Eine besondere Variante ist auch sogenanntes "gefesseltes Obst", am Spalier gezogene Obstbäume, die auf kleinstem Raum auch kleine Ernten ermöglichen. Die Bauweise von Doppelstabmatten eignet sich ideal für diese Methode, die (abhängig von der zugelassenen Tiefe des Baumes) ebenfalls ideale Nist- und Brutplätze darstellen. An den Blüten und Blättern von Obstbäumen sind zudem zahlreiche Insekten interessiert, die den Vögeln eine direkte Nahrungsquelle bieten.
Wer das Bepflanzen oder Beranken eines Zaunes scheut oder aus anderen Gründen darauf verzichten will, kann dennoch dafür sorgen, dass der Zaun von Vögeln genutzt werden kann. Insbesondere Nistkästen, umgangssprachlich Vogelhäuser, lassen sich unkompliziert an einem Gartenzaun anbringen, um Brutvögel bei Nestbau und Brutpflege zu unterstützen. Es gibt zahlreiche günstige Modelle im Handel, mit ein wenig Geschick lässt sich ein Nistkasten aber auch leicht selbst herstellen. Während halboffene Nistkästen beispielsweise von Rotkehlchen bevorzugt werden, eignen sich geschlossene Varianten vor allem für Sperlinge und Meisen. Zusätzlich bietet sich das Anbringen von Futterschalen und Trinkstellen am Zaun oder in der unmittelbaren Nähe an, auch ein Vogelbad kann das Interesse von Vögeln zusätzlich steigern. Wichtig ist in jedem Fall, Nistkasten, Trink- und Futterstellen in einer ausreichenden Höhe anzubringen, um sie vor Katzen und anderen Raubtieren zu schützen.
Was Vögeln ihr Vogelhaus, sind für Insekten in der Regel unterschiedlichste Materialien wie Bambus, Schilf, hohle Hölzer oder Holzspäne. Insekten-Hotels sind künstliche Nist- und Überwinterungshilfen für Insekten, die mit ebensolchen Naturmaterialien bestückt sind und sich ebenfalls unkompliziert an einem Gartenzaun anbringen lassen. Am besten eignen sich Varianten, die mit einem kleinen Dach versehen sind, das vor Wind und Regen schützt – entsprechend ausgestattet bieten Insekten-Hotels auch Wildbienen oder anderen wichtigen Nützlingen einen Unterschlupf.
Ein Gartenzaun muss keinesfalls in einem Widerspruch zu einem Vogel-freundlichen Garten stehen, der ihnen und auch Insekten einen Unterschlupf bietet – im Gegenteil. Mit einfachen Maßnahmen wie angebrachten Brut- und Nistkästen, Insekten-Hotels oder der Bepflanzung eines Zaunes, die zahlreiche Varianten bietet, kann ein schlichter Zaun durchaus in einen attraktiven Lebensraum für Vögel verwandelt werden. Um die Vielfalt der heimischen Vogelarten langfristig wieder zu erhöhen, ist es wichtig, jede mögliche Option zu nutzen, um einen Ausgleich für die immer intensiver genutzte Kulturlandschaft zu schaffen.
Neben weiteren Maßnahmen im Garten sollte daher auch der Gartenzaun keinesfalls aus den Überlegungen ausgenommen werden, wenn es darum geht, einen Garten Vogel-freundlicher zu gestalten.